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Dresden Heritage e.V.

geschichtsbezogen - zukunftsorientiert

Vereinsstruktur

» Portrait des Vereins  

 

Die gemeinnützige Vereinigung "Dresden Heritage e. V." wurde im Dezember 2000 in Dresden gegründet.

Ziel dieser bürgerschaftlichen Vereinigung ist es, einen Beitrag zur Entwicklung einer weltoffenen, liberalen und toleranten Gesellschaft zu leisten. Neben einer Vielfalt von Initiativen und Aktivitäten, die diesem Gründungsgedanken verpflichtet sind, greift Dresden Heritage auch die alte Tradition der Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen wieder auf, die in früheren Zeiten nicht nur in Dresden, sondern auch in zahlreichen anderen Städten Deutschlands und Europas im privaten Raum gepflegt wurde - bürgerschaftliche Initiativen, die maßgeblich zum Werden städtischer Gemeinwesen und zur Entfaltung ihres Kulturlebens sowie zur Entwicklung ihrer sozialen und politischen Strukturen beigetragen haben.          

Das ausführliche Portrait als .pdf-Dokument.


Zu diesen und anderen grundsätzlichen Fragestellungen möchte Dresden Heritage den Gedankenaustausch anregen. 

Er soll über parteipolitische und konfessionelle Bindungen hinweg eine Orientierung für unser Denken und Handeln anbieten. Damit will Dresden Heritage zum Heranwachsen einer Bürgerschaft beitragen, die besser gerüstet ist, die Zukunft unserer Gesellschaft mit der erforderlichen Mündigkeit und in der notwendigen Eigenverantwortung mitzubestimmen. An dieser Aufgabe gerade in Dresden mitzuwirken, betrachten die Mitglieder des Vereins als eine besondere Verpflichtung. Zählte Dresden doch bis zu seiner Zerstörung zu den bedeutenden Kulturmetropolen Europas.



Für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Leitgedanken ist Dresden Heritage auf die tatkräftige Mitwirkung Gleichgesinnter angewiesen. 


Der Verein bittet alle, denen Dresden ein besonderes Anliegen bedeutet, dabei um Unterstützung. Der Sitz des Dresden Heritage e.V. ist die Villa Salzburg, ein nobles, im Stile der Neorenaissance errichtetes Anwesen der Gründerzeit. Hier bietet der Verein allen interessierten Bürgern einen einnehmenden Ort für einen anregenden Gedankenaustausch an, der sich mit Fragestellungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen von Belang befasst, so aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft, Religion und Politik.


Neben den bereits erwähnten Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen betrachtet Dresden Heritage die Förderung der Jugend als ein besonderes Anliegen. 


Auch sollen weltweit Kontakte zu ehemaligen Dresdner Bürgern sowie zu Menschen aufgenommen, unterhalten und gepflegt werden, denen Dresden aus unterschiedlichen, oft ganz persönlichen Erfahrungen sehr am Herzen liegt: als Inbegriff einer Kulturstadt, als mahnendes Beispiel für verheerende Zerstörung und unermessliches menschliches Leid. oder auch als ein durch seine traumatische Geschichte besonders geeigneter Ort für Verständigung und Versöhnung, wie das weltweite Engagement für den Wiederaufbau der Frauenkirche in beeindruckender Weise bezeugt.


Dresden Heritage arbeitet gegenwärtig ausschließlich auf ehrenamtlicher Grundlage. 


In sechs Arbeitskreisen (Vorträge, Jugend, Gäste und Besucher, Musik, Baukultur, Sprache und Kochkultur Italiens) widmen sich Mitglieder der inhaltlichen Gestaltung sowie der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen und der weiteren Aufgaben. In den zurückliegenden vier Jahren hat Dresden Heritage unter anderem zehn Vortrags- und Diskussionsabende veranstaltet, die weithin Resonanz gefunden haben. Zwei davon wurden als Teil einer eigenen, noch auszubauenden Reihe durchgeführt. An den sechs weiteren Abenden fanden Veranstaltungen im Rahmen der mit der "American Academy in Berlin" begründeten und von dem aus Dresden stammenden Bankier Henry Arnhold (New York) geförderten Reihe der "Lisa and Heinrich Arnhold Lectures" statt. Schirmherr dieser Vortragsreihe ist Professor Dr. Kurt Biedenkopf, der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Besondere Resonanz findet auch das „Jugend-Redeforum Dresden", eine im Jahr 2003 von Dresden Heritage gemeinsam mit dem „Sächsischen Landtag" und dem „Verband der Redenschreiber deutscher Sprache e.V." gegründete Initiative, die einmal im Jahr Schüler aus Sachsen und den angrenzenden Bundesländern zu einem Redewettbewerb nach Dresden zusammenführt. Ziel dieser Reihe ist die Verbreitung der Rede- und Debattierkultur als wichtige Erziehungsgrundlage für eine demokratische Gesinnung.


Der althergebrachte Ruf Dresdens als Inbegriff der Baukultur hat die umfassende Zerstörung des gesamten historischen Stadtzentrums und so manche wenig glückliche Bauentscheidung der Nachkriegszeit zwar überdauert 


und übt weiterhin seine Anziehungskraft aus, um so mehr aber ist er heute auch Verpflichtung und Auftrag für eine qualitätvolle Instandsetzung und Weiterentwicklung des Stadtgefüges. So verfolgt Dresden Heritage auch das Anliegen, einen Beitrag zur Verbesserung der Baukultur durch eine Förderung der Allgemeinbildung auf diesem Gebiet zu leisten. Die Jugend soll dabei besondere Berücksichtigung finden. Das Projekt „Kinder malen ihre Stadt", Stadtführungen für Jugendliche und die Restaurierung des Grabes von Gottfried Semper, der in Rom auf dem „Cimitero acattolico", neben der Cestius Pyramide, bestattet wurde, sowie die Übernahme der Patenschaft für Sempers Grab, sind Ausdruck dieses Anliegens.


Eine gerne wahrgenommene Verpflichtung sieht Dresden Heritage in der regelmäßigen Begegnung mit einer besonderen Besuchergruppe, 


den in aller Welt lebenden Emigranten aus Dresden, die der Oberbürgermeister in jedem Jahr zu einem Aufenthalt von einer Woche in ihre alte Heimatstadt einlädt. Diese Begegnungen sind sehr wichtig. Sie bringen Gespräche von großer Eindringlichkeit mit sich und immer wieder auch sehr nahegehende Gesten der Versöhnung.


Die Villa Salzburg beherbergt zwei Dauerausstellungen, 


die den heutigen Besucher des Hauses über das bürgerschaftliche Leben sowie über die gesellschaftlichen und kulturellen Leistungen der ehemaligen jüdischen Mitbürger von Dresden und deren Verdienste um das Werden der Stadt unterrichten: Die Ausstellung im Erdgeschoss gibt einen Einblick in die Entstehungs- und Lebensgeschichte der Villa und in das Leben der früheren Eigentümerfamilien Salzburg und Glückmann. Die Ausstellung im Obergeschoss, mit dem Titel „Aktenzeichen unerwünscht", informiert über die Schicksale jüdischer Musiker während des Dritten Reiches.



Sollten Sie Interesse an den Zielsetzungen des Dresden Heritage e.V. finden, so würden wir uns sehr freuen, Kontakt mit Ihnen aufnehmen zu dürfen. Für weiterreichende Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


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